Die Nachsorgeklinik am Straussee ist auf die nachklinische Rehabilitation von chronisch kranken Kindern spezialisiert und liegt eingebettet in einen typischen Brandenburger Wald in Seenähe, direkt gegenüber der Stadt Strausberg. Die umliegende Landschaft trägt maßgeblich zum Motto „Erholung im Grünen“ bei. Darüber hinaus sollen die Außenräume als therapeutischer Faktor wirken, indem sie den Familien neue Kraft und Hoffnung schenken – und zugleich Raum für Freude, Begegnung und gemeinsame Erlebnisse bieten.

Die Gestaltung des Freiraums folgt der Leitidee des Gleichgewichts. Ziel ist es, die vielfältigen menschlichen Bedürfnisse in den Außenanlagen harmonisch miteinander in Einklang zu bringen. Dazu wurde eine umfassende Bedürfnisanalyse für den Ort durchgeführt.

  • Bearbeitungszeitraum Leistungsphasen 1 bis 8: 2024-2026
  • Bauherr*in: Nachsorgeklinik am Straussee GmbH
  • Baukosten: 109.000 € brutto

Der Therapiegarten erstreckt sich durch die Innenhöfe der Klinik und liegt damit in einem sensiblen Bereich. Seine Gestaltung folgt dem Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug innerhalb der weitläufigen Anlage. So ist ein Raum der Achtsamkeit entstanden, der alle Sinne anspricht.

Zunächst fällt die wilde Staudenpflanzung ins Auge, die von Frühling bis Herbst ein buntes Blütenmeer bietet. Unterschiedliche Pflanzenstrukturen laden nicht nur zum Betrachten, sondern auch zum Erfühlen ein. Wer zur Ruhe kommt, hört es in den wärmeren Monaten summen und brummen, denn die Pflanzenauswahl ist besonders insektenfreundlich. So lassen sich hier zahlreiche Bienen-, Hummel- und Libellenarten beobachten. Zwischen den polygonalen Pflasterplatten wächst zudem Thymian und Oregano, der einen angenehmen Duft verbreitet.

Das pflegeextensive Pflanzkonzept setzt auf trockenheitsresistente und ungiftige Arten. Geschwungene Wege führen durch die Staudenbeete und über modellierte Hügel. Entlang der Wege laden geschützte Sitznischen mit bequemen Stühlen und Hockern von Urbidermis zum Verweilen ein. Ein plätschernder Brunnen bereichert die sinnliche Wahrnehmung des Gartens, während sich die neu gepflanzten Bäume mit der Zeit zu strukturgebenden Elementen entwickeln. Auch aus den großen Fenstern des Atriums öffnet sich der Blick in diese bewusst gestaltete „Wildnis“.